Grenzfälle des Lebendigen. Erst entscheiden, dann streiten, dann klären. Die Kennzeichen des Lebens entstehen aus dem Streit – nicht aus dem Buch.
Die Klasse stimmt mit Karten ab, du zählst die Hände und trägst die Zahlen ein. Läuft ohne Netz und ohne Geräte.
Die Klasse stimmt gleichzeitig auf iPads oder Handys ab. Du siehst die Stimmen live einlaufen. Ein Gerät, eine Stimme.
Anklicken zum An- und Abwählen. Für eine Einzelstunde reichen 5 bis 7 Fälle. Die Reihenfolge ist bewusst gesetzt: erst der Anker, dann der Streitfall, am Ende die Brücke zur Ökologie.
Diese Seite an die Wand werfen. Die Klasse öffnet die Adresse und gibt den Code ein.
Alle Fälle im Rückblick. Die Klasse schreibt Stichworte, ihr sortiert sie gemeinsam zu Bündeln. Erst danach kommt die Fachliste dazu.
Kein einzelnes Kennzeichen entscheidet. Erst das Zusammenspiel – und selbst dann bleiben Grenzfälle.
✓ erfüllt · ~ nur eingeschränkt oder strittig · ✗ nicht erfüllt
1. Kein Kennzeichen allein reicht. Feuer wächst, ein Maultier pflanzt sich nicht fort, ein Samenkorn bewegt sich nicht – trotzdem ist nur eines davon lebendig.
2. Leben ist kein Dauerzustand. Das Bärtierchen im Tönnchen stellt seinen Stoffwechsel fast vollständig ein und lebt trotzdem weiter.
3. Es gibt bis heute keine Definition, auf die sich alle einigen. Die NASA behilft sich mit: ein sich selbst erhaltendes chemisches System, das zur Evolution nach Darwin fähig ist. Auch daran scheitern Fälle.
Und damit sind wir bei der Ökologie: Aus dem Kennzeichen Stoffwechsel folgt zwingend, dass jedes Lebewesen Stoff und Energie von außen braucht. Kein Organismus lebt für sich allein. Genau dieses Angewiesensein ist unser Thema für die nächsten Wochen.